Maschinen besitzen keinen Ausdruck, und doch genügt oft eine symmetrische Anordnung ihrer Teile, damit wir in ihnen Gesichter erkennen. Schrauben werden zu Augen, Öffnungen zu Mündern, Messskalen und Metallflächen zu Spuren eines vermeintlichen Innenlebens.
Die beiden „Gespenstersonaten“ arbeiten mit dieser Projektion. Sie zeigen keine denkenden Maschinen, sondern Apparaturen, denen der menschliche Blick Geist, Maske und Stimmung verleiht. Das Archaische liegt dabei nicht in der Technik, sondern in unserer Wahrnehmung: Noch im elektronischen Gerät suchen wir nach dem Gesicht, im Mechanismus nach einer verborgenen Person und in der unbelebten Ordnung nach einem Gegenüber.

Maschine als Maske

Der Geist in der Maschine - archaische Modelle, konzipiert von Goedart Palm
Die Maschine wird nicht zum Menschen. Der menschliche Blick macht sie für einen Augenblick zur Maske.