Philosophie · Mensch und Maschine

Geist in der Maschine – Gespenstersonaten

Eine Bildminiatur über Gesichter, Apparate und Projektion.

Maschinen besitzen keinen Ausdruck, und doch genügt oft eine symmetrische Anordnung ihrer Teile, damit wir in ihnen Gesichter erkennen. Schrauben werden zu Augen, Öffnungen zu Mündern, Messskalen und Metallflächen zu Spuren eines vermeintlichen Innenlebens.

Die beiden „Gespenstersonaten“ arbeiten mit dieser Projektion. Sie zeigen keine denkenden Maschinen, sondern Apparaturen, denen der menschliche Blick Geist, Maske und Stimmung verleiht. Das Archaische liegt dabei nicht in der Technik, sondern in unserer Wahrnehmung: Noch im elektronischen Gerät suchen wir nach dem Gesicht, im Mechanismus nach einer verborgenen Person und in der unbelebten Ordnung nach einem Gegenüber.

Symmetrische Maschinenbauteile erscheinen als maskenhaftes Gesicht
Geist · Maschine · Gespenst

Maschine als Maske

Elektronische Bauteile, Skalen und ein überlagertes Gesicht
Der Geist in der Maschine – archaisches Modell, konzipiert von Goedart Palm

Der Geist in der Maschine - archaische Modelle, konzipiert von Goedart Palm

Die Maschine wird nicht zum Menschen. Der menschliche Blick macht sie für einen Augenblick zur Maske.